Hinweis

Laborbetrieb Mikrobiologie

Methoden
Clostridien

VDLUFA M7.18.3.1 Bestimmung von käsereischädlichen Clostridien - Verfahren mit pH-modifiziertem RCM-Agar
Anaerober Sporenbildner

VDLUFA M7.18.2.1 Nachweis anaerober Sporenbildner (Clostridium) Verfahren mit RCM-Agar
Methoden
Clostridien VDLUFA M7.18.3.1 Bestimmung von käsereischädlichen Clostridien - Verfahren mit pH-modifiziertem RCM-Agar
Anaerober Sporenbildner VDLUFA M7.18.2.1 Nachweis anaerober Sporenbildner (Clostridium) Verfahren mit RCM-Agar

Nachweis von aeroben/anaeroben Sporenbildner

Bazillen- und Clostridien-Sporen gelangen über das Futter in den Organismus der Kuh und von dort direkt in die Milch. Da die Sporen hitzeresistent sind, können sie auch in erhitzten Produkten vorkommen. Später können sie im Produkt auskeimen und sich vermehren, was den Verderb des Produktes zu folge hat. In der Herstellung von Käse ist Clostridium tyrobutyricum der gefürchtete Verursacher der so genannten Spätblähung. Der Nachweis von aeroben/anaeroben Sporenbildner erfolgt mittels VDLUFA-Methoden M 7.17.2 (aerobe Sporenbildner) bzw. M 7.18.2.1 und M 7.18.3.1 (anaerobe Sporenbildner).

Bakterien Identifizierung mittels FT-IR Spektroskopie

Mittels Fourier-transform Infrarot (FTIR)-Spektroskopie können Bakterien einfach und schnell identifiziert werden. Hierzu müssen die Bakterien zunächst nach einem strikten Standardprotokoll kultiviert werden, bevor das eigentliche Spektrum aufgenommen wird. Aufgrund der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der Zelle, erhält man für jede Spezies/Stamm ein individuelles Spektrum, ähnlich einem biochemischen Fingerabdruck, welches zur Identifikation herangezogen werden kann. Das aufgenommene Spektrum wird mittels einer speziellen Software mit den in der Referenzdatenbank hinterlegten Spektren abgeglichen. Die Technik ermöglicht aber auch eine Differenzierung bis auf Stammebene, welche insbesondere für die Beurteilung mikrobiologischer Schäden in der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden kann.

Mastitis-Monitoring in Tankmilch mittels real-time PCR

Die Mastitis des Rindes ist eine entzündliche Reaktion der Milchdrüse. Aus ökonomischer Sicht, verursachen Mastitiden die größten krankheitsbedingten ökonomischen Verluste in Milchviehbetrieben. Bezüglich der Mastitiserreger muss man zwischen Kuh- und Umweltassoziierten Erregern unterscheiden. Kuhassoziierte Erreger sind solche, die aus euterkranken Milchdrüsenvierteln stammen und vor allem während des Melkens von Kuh zu Kuh verbreitet werden. Hierzu zählen Staphylococcus aureus und der sogenannte Gelbe Galt (Streptococcus agalactiae). Die Umwelt-assoziierten Erreger stammen aus dem Umfeld der Tiere. Die Verbreitung ist von hygienischen Faktoren abhängig. Zu diesen Erregern zählen zum Beispiel Hefen oder Escherichia coli. Um die Sicherung der Eutergesundheitssituation oder sogar eine Verbesserung der Eutergesundheit zu ermöglichen, spielt ein gutes Management der Eutergesundheit eine zentrale Rolle. Hierzu gehört auch ein Monitoring, bei welchem regelmäßig Kennzahlen (z.B. somatischer Zellgehalt) erhoben werden und auftretenden Störungen der Eutergesundheit dokumentiert werden. Durch das Screening der Tankmilch auf die oben genannten Mastitis-Erreger mittels real-time PCR (engl. für Polymerase-Kettenreaktion) wird ein frühzeitiges Erkennen eines Infektionsgeschehens in der Herde ermöglicht. Nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch die hohe Nachweisempfindlichkeit sprechen für die Methode. Neben der Information, ob Staphylococcus aureus anwesend ist, erhalten Landwirte noch die Zusatzinformation, ob es sich hierbei um den hoch ansteckenden Typen (Genotyp B) handelt. Eine Schweizer Forschungsgruppe konnte aufzeigen, dass in Schweizer Herden hauptsächlich dieser Genotyp B für Mastitiden verantwortlich ist.

Zusammen mit dem Landesverband Baden-Württemberg für Leistungsprüfungen in der Tierzucht e.V. bietet der Milchprüfring ein monatliches Monitoring der Tankmilch im Rahmen des Projektes „Gesundheitsmonitoring Rind BW“ an. Einmal pro Monat wird hierzu Tankmilch von den teilnehmenden Betrieben auf die vier oben genannten Erreger untersucht. Ohne Mehraufwand erhalten Landwirte so einen regelmäßigen Status ihrer Herde und Tierärzte können die Ergebnisse zur Bestandsbetreuung nützen.